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Ankauf gestohlener schweizerischer Bankdaten

Wer versteht das denn noch?

Bei jedem Versuch, einen Mafioso abzuhören oder Anschlagspläne von den Computern Terrorverdächtiger zu kopieren, wird ein Tanz um das hohe Gut der Datensicherheit und informatorischen Selbstbestimmung veranstaltet. Selbst gegen Google Streetview gibt es nahezu eine Volksaufstand.

Aber um an die Finanzdaten hunderter von Bundesbürgern zu kommen, wird mal eben schnell Hehlerware erworben, die angeblich enthüllen soll, aber offensichtlich doch nur zur banalen Selbstbereicherung mit krimineller Energie beschafft wurden.

Und alle schreien ‚Hurra‘!

Denn wie so oft wird gerne und schnell mit dem Finger auf irgendwelche „Grosskopferten“ gezeigt. Aber es ist doch eine Illusion zu glauben, dass  gestohlenen Daten nicht auch Bankkontoinformationen aller Einkommensklassen enthalten. Vielleicht sind wir abgestumpft, weil der Fiskus ohnehin schon direkten Zugriff auf Michels deutsche Bankkonten hat. Heiligt der Zweck wirklich immer die Mittel? Und warum fragt keiner nach den Ursachen, fragt sich keiner, warum es nicht wenige Deutsche mit ihren Guthaben ins Ausland treibt?

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