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Ukraine-Konflikt – Wer hat recht?

Momentan bedrängen uns zur Krise in der Ukraine Unmengen an Meldungen, Bildern, Eindrücken, Informationen und Meinungen. Dabei gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen den Botschaften, die von westlichen Medien und Politiker verbreitet werden, und solchen der russischen Medien und Politiker.

Woher weiß man aber, welchen Informationen man trauen kann? Wie findet man die Wahrheit? Wem soll man glauben?

Informationsprofis nutzen bestimmte Fragen, um der Wahrheit zumindest näher zu kommen. Beispielsweise …

  • Wie ist die Quelle einer Information zu bewerten?
  • Welche Ausdrucksweise wird verwendet? Tendenziös oder nüchtern? Parteinehmend oder sachlich?
  • Können Informationen/Meldungen aus einer Quelle durch andere, idealerweise unabhängige Quellen verifiziert/bestätigt werden?
  • Was wird nicht berichtet? Was wird nicht gesagt? Welche (Teil)Informationen fehlen?
  • Gibt es Schnittmengen/Überlappungen zwischen unterschiedlichen Meldungen und Berichten? Was bleibt als gemeinsamer Kern?
  • Welche Protagonisten (Hauptpersonen) gibt es? Was weiß man über diese? Wie ticken die? Welchen Nutzen haben diese an konkreten Ereignissen oder bestimmten Meldungen?

 

Eine weitere Frage ist meiner Meinung nach besonders wichtig, und wird oft nicht oder nicht richtig gestellt. „Qui bono?“ Bei jeder Meldung, jeder Information, jedem Ereignis sollte man sich fragen, wer eigentlich einen oder sogar den effektiven Nutzen davon hat. Einen Nutzen davon, dass bestimmte Dinge passieren, einen Nutzen von der Verbreitung ausgewählter Nachrichten und Informationen, einen Nutzen, dass andere Dinge im Dunkeln bleiben. Die Antwort auf die Nutzen-Frage kann sehr erhellend sein.

Ich möchte nun gerne einige der obigen Fragen stellen, um mich der Antwort zu nähern, wem man glauben kann, welche Informationsquellen vertrauenswürdiger und zuverlässiger sind, als andere. Dabei bewerte ich jedes Qualitätsmerkmal und jeden fehlenden Eigennutzen mit einem grünen Punkt (grnsqare), sowie jeden Qualitätsmangel und jeden Eigennutzen mit einem roten (redsqare). Der Daumen zeigt das Fazit. (Die Daumenmarkierung steht dabei ausschließlich für die resultierende Gesamtbewertung als Quelle, und darf nicht als politische Bewertung missverstanden werden.)

OK, los geht’s …

 

Ukrainische RegierungSchlechte Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die ukrainische Regierung führt einen aktiven militärischen Kampf gegen innere und – mit gegebener Wahrscheinlichkeit – auch äußere Feinde. Dies beinhaltet den parallelen Propagandakriegredsqare Meldungen werden teilweise instrumentalisiert oder tendenziös interpretiert. redsqare

Qui bono?

Weder der ukrainische Staat, noch die ukrainische Bevölkerung und Gesellschaft, noch der ukrainische Präsident scheinen irgendeinen direkten oder indirekten Nutzen bzw. Vorteil von der Krise zu haben. grnsqare Im Gegenteil. Die junge noch wackelige Demokratie kann sich nicht entwickeln. Radikale werden gestärkt. Die die Kosten für militärische Unternehmungen verschärfen die Finanzkrise des Landes. Auch die Position des ukrainischen Präsidenten wird durch eigene Verluste, zivile Opfer und Waffenstillstandsverhandlungen zunehmend geschwächt.

Allerdings hat die ukrainische Regierung durchaus einen potenziellen Nutzen von Fehlinformationen, die im Rahmen der Propagandaschlacht mit Russland die eigene Position stärken. redsqare

 

Russische SeparatistenSchlechte Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Als aktive Kriegspartei trägt diese Quelle kaum neutralen Informationen oder Fakten bei. redsqare Es gibt keine unabhängige Berichterstattung, und Journalisten werden aktiv und teilweise mit Gewalt an ihrer Arbeit und der professionellen Informationsermittlung vor Ort behindert. redsqare Alle Meldungen sind stark selektiert und tendenziös interpretiert. redsqare Daher sind Informationen aus dieser Quelle primär als Propaganda einzuordnen

Qui bono?

Die sogenannten russischen Separatisten, hier vor allem die militanten und militärisch aktiven, sind in wesentlichen Teilen ehemalige Kriminelle und gesellschaftlicher Bodensatz ergänzt um eingesickerte russische Kombattanten. In ihrer neuen Rolle erleben die Separatisten eine Macht, die sie unter normalen Umständen nie haben würden, und sie können unbehelligt ihre Neigung zu Gewalt, Unterdrückung und Plünderung ausleben. redsqare Diese Gruppe weiß, dass sie diese „Privilegien“ in einer zurückgekehrten ukrainischen Zivilgesellschaft verlieren würden. Daher werden sie vermutlich so lange wie möglich am de facto anarchistischen Zustand in von ihnen besetzten Gebieten festhalten. redsqare

 

Russische RegierungSchlechte Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Der russische Präsident und seine Regierung sind durch zuletzt belegte, überführte Falschinformationen und vorsätzliche Unwahrheiten keine verlässlichen Informationsquellen. redsqare Der russische Präsident hat nachgewiesenermaßen bereits bei der Annexion der Krim vorsätzlich gelogen, betreffend des Einsatzes russischer Soldaten auf ukrainischem Staatsgebiet. Und das russische Verhaltensschema in der Ostukraine ist sehr ähnlich dem zuvor auf der Krim gezeigten.

Der Kreml scheint hochaktiver Mitspieler im parallelen Propagandakrieg zu sein. Meldungen und Informationen werden seitens der russischen Regierung kontrolliert, selektiert, instrumentalisiert und teilweise tendenziös interpretiert. redsqare Der russische Präsident ist als ausgebildeter Geheimdienstmitarbeiter Experte für verdeckte Operationen, Informationsmanipulation und psychologische Spielchen. redsqare Darauf wurde er über viele Jahre konditioniert, das  ist seine Welt. Es ist naheliegend, dass er – vor allem unter Druck – instinktiv auf das zurück fällt, was er gelernt hat und gut kann. Sehr spannend fände ich eine ergänzende professionelle Analyse der vom russischen Präsidenten gezeigten Körpersprache.

Das Rating für die russische Regierung wird zusätzlich verschlechtert, da verstärkt breite Meinungseinflussnahme in Internetmedien hinsichtlich der russischen Position durch sogenannte „Trolle“ beobachtet wird. Die ungewöhnlich starken und systematischen Troll-Aktivitäten – vor allem bezüglich Themen rund um die Ukrainekrise – lassen sich weniger durch eigeninitiativen Patriotismus des Schwarmes erklären … sondern vor allem durch koordinierte, gelenkte Propagandamaßnahmen des Kremls. Letzteres wird von der Süddeutschen Zeitung bestätigt. redsqare

Qui bono?

Russland hat einen direkten Nutzen am Ukrainekonflikt, denn dieser setzt ein Zeichen russischer Stärke gegen die aus seiner Perspektive zu starke Annäherung westlicher Bündnisse an sein Territorium. redsqare Darüber hinaus gewinnt Russland durch die Annexion der Krim sowie eine mögliche Annexion ostukrainischer Gebiete zusätzliches Staatsgebiet. redsqare Eine Annexion – oder eine Unabhängigkeit als Zwischenstufe – ostukrainischer Regionen würde für Russland darüber hinaus das Problem der fehlenden Landverbindung zur Krim lösen. redsqare

Erstmal nutzen alle Dinge, die Russland nutzen, nutzen auch dem russischen Präsidenten Putin als einem der Hauptprotagonisten des Konfliktes, weil dadurch innenpolitisch seine Machtposition stabilisiert wird. redsqare Ein äußerer Feind (und sei es ein konstruierter) fördert Zusammenrücken und Zusammenhalt im Inneren. Und das ist vor allem zum Nutzen des russischen Präsidenten, der sich in den Monaten zuvor zunehmend mit innenpolitischen Kritikern und Demokratisierungsbewegungen auseinandersetzen musste. Die Ukrainekrise ist auch großartige innenpolitische Imagepropaganda für Putin, da sie seine Darstellung als starker Mann und echter Kerl unterstützt. redsqare

 

Russische MedienSchlechte Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Auch russische Medien (einschließlich ihres staatlich finanzierten, internationaler Ablegers „RussiaToday“) sind nicht neutral, und nach meiner Beobachtung im parallelen Propagandakrieg professionell instrumentalisiert. Meldungen werden selektiert und einseitig interpretiert. redsqare Selbst russische Journalisten und Medienvertreter, die zur Zeit in deutschen Medien auftreten, wirken nicht wirklich frei in ihren Aussagen und fallen durch zu überlegte Wortwahl und ausweichendes Taktieren auf. redsqare Es drängt sich vereinzelt der Eindruck auf, dass sie aktiv in Propagandastrategien eingebunden sein könnten.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Russland faktisch keine umfassende Presse- und Informationsfreiheit existiert. Kritische Journalisten wurden in den letzten Jahren bedroht, misshandelt, in ihrer Berufsausübung behindert oder sogar ermordet. redsqare Alle großen Medien sind direkt oder indirekt unter Einfluss oder Kontrolle der russischen Regierung und nicht unabhängig. redsqare Belegt falsche Informationen durch die russische Regierung werden von den Medien vor Ort nicht hinterfragt, kritiklos übernommen und verbreitet. redsqare Nachweise für Fehlinformationen, die nicht in das gewünschte Gesamtbild passen, werden ignoriert oder unterschlagen.

Interessant ist auch die Selbstdefinition beispielsweise von RussiaToday, „brings the Russian view on global news„. Hier wird ganz offen gesagt, dass neutrale, unabhängige Berichterstattung gar nicht der Auftrag ist, sondern einseitige Interpretation. redsqare

Im Ergebnis sind Informationen durch russische Medien hinsichtlich Richtigkeit und Qualität mit großer Vorsicht zu genießen, und diese Quellen sind bezüglich Qualität und Wahrheitsgehalt niedrig einzuordnen.

Qui bono?

Für russische Medien und ihre Vertreter stehen unter starkem Druck, regierungskonform zu berichten. redsqare Ihr Nutzen ist, dass sie nur dann keine Übergriffe fürchten und ihren Beruf ausüben können.

 

Deutsche Regierung (exemplarisch für Westeuropa)Gute Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die deutsche Regierung, sowie Vertreter derselbigen, verhält sich in meiner Bewertung ausreichend abwägend und ausgeglichen. grnsqare Sie versucht, trotz klarer Sympathien für die ukrainische Demokratiebewegung und Ablehnung der Angriffe auf die staatliche Integrität der Ukraine, die Tür zu anderen Konfliktparteien offen zu halten und auf Aktivitäten ausgewogen zu reagieren.

Qui bono?

Diese Quelle hat keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare

 

Deutsche MedienGute Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Deutsche Medien – wie die meisten mittel/westeuropäischen – qualifizieren durch Vielfalt und Bandbreite grnsqare, Unabhängigkeit und Freiheit der Berichterstattung grnsqare sowie Kontakte und Netzwerke vor Ort als zuverlässige Informationsquellen grnsqare. Sie besitzen eine – im Einzelfall mehr aber im Mittel – ausreichende Distanz zu Regierung und politischen Organisationen grnsqare, und begleiten diese seit Jahrzehnten in bewährt kritischer Berichterstattung.

Qui bono?

Deutsche Medien haben keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare

 

Osteuropäische EU- und NATO-MitgliedsstaatenQuelle mit guten und schlechten Aspekten

Qualitative Einordnung als Quelle

Osteuropäische Staaten wie Polen, Litauen, Estland und Lettland sind – vor allem emotional – nicht neutral. Sie fühlen sich in Ihren Befürchtungen und Ressentiments gegenüber Russland bestätigt. redsqare Informationen über die Ukrainekriese aus diesen Ländern sind sicherlich durch den unmittelbaren Erfahrungshorizont und die regionale Nähe sehr hochwertig grnsqare, sollten aber grundsätzlich auf unbewusste unterschwellige Botschaften geprüft werden.

Qui bono?

Osteuropäische EU- und NATO-Mitgliedsstaaten fühlen sich latent von Russland bedroht. Die aktuelle Krise unterstützt ihre Forderungen nach mehr Schutz,  stärkerer NATO-Präsenz und unter Umständen auch nach mehr finanzieller Unterstützung. redsqare

 

Europäische Union (EU)Gute Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die EU hält sich als Informationsquelle sehr bedeckt und zurückhaltend. grnsqare Auf politischer Ebene verurteilt sie Kriegsverbrechen beider Seiten grnsqare sowie offensichtliche Völkerrechts- und Vertragsverletzungen, die bisher ausschließlich von Russland begangen wurden.

Qui bono?

Die EU hat keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare Im Gegenteil, die politische Gesamtsituation hat sich deutlich verschlechtert und die Folgen von notwendigen Wirtschaftssanktionen gegen Russland schwächen auch den EU-Raum. grnsqare

NATOGute Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die NATO verfügt durch moderne Aufklärungsmethoden über Informationen und Belege grnsqare, die sie bereits vereinzelt veröffentlicht hat, so z.B. der Nachweis von Artillerieeinheiten, die von russischem Boden aus auf ukrainisches Staatsgebiet feuern. Darüber hinaus ist die NATO wichtige Informationsquelle für großräumige russische Truppenpräsenzen und -bewegungen im Grenzgebiet zur Ukraine. Grundsätzlich besteht bei militärischer Aufklärung und Informationssammlung, wie im Fall der NATO, das Problem, dass bestimmte Informationen nicht öffentlich gemacht werden (können), also vorsätzlich selektiert werden, da die Information selber Rückschlüsse auf die Art und Technologie der Beschaffung erlauben würde. redsqare

Qui bono?

Die NATO hat keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare Im Gegenteil. Das Abkommen der NATO mit Russland ist gefährdet, in Folge könnte sich die Bedrohungslage verschlechtern. grnsqare Und die NATO sieht sich mit zunehmenden Forderungen seitens osteuropäischer Mitgliedsländer nach stärkerer militärischer Präsenz konfrontiert, was aufwendige Umstrukturierungen, Mehrausgaben und strategische Neuplanungen zur Folge haben wird. grnsqare Summa summarum: kein nutzen, nur mehr Stress.

 

UNOUnklare Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die UNO taucht als Informationsquelle kaum bis nicht auf. Sie scheint durch die Präsenz der Konfliktpartei Russland sowie des wirtschaftlichen Nutznießers China im Sicherheitsrat blockiert.

Qui bono?

Die UNO als Organisation hat keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare Unter Umständen besteht die Gefahr, dass einzelne UNO-Mitglieder die Organisation instrumentalisieren. redsqare

 

OESZEGute Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

Die OSZE gilt als neutrale Quelle für Informationen aus Krisengebieten. grnsqare

Qui bono?

Diese Quelle hat keinen ersichtlichen Nutzen von der Krise oder Fehlinformationen. grnsqare

 

ChinaUnklare Quelle

Qualitative Einordnung als Quelle

In der Ukrainekrise fällt China bisher – zumindest sichtbar – nicht als Informationsquelle auf.

Qui bono?

Viel interessanter ist allerdings die Nutzenbetrachtung. China, welches sich in Zeiten von Wirtschaftssanktionen durch die westliche Welt dem russischen Staat und dortigen Unternehmen als alternativer Handelspartner anbietet. China hat eindeutige wirtschaftliche, unter Umständen sogar strategische Vorteile durch die aktuelle Situation. redsqare Politisch hat dies zur Folge, dass China beispielsweise diplomatische Verurteilungen  russischer Aggressoren verhindert und Embargos konterkariert. redsqare Dadurch fördert China indirekt eine weitere Eskalation durch Russland, weil dieses – zumindest kurzfristig – keine schmerzhaften Sanktionen befürchten muss, quasi einen Freibrief bekommt.

Zusammenfassung

  1. Der russische Präsident und seine Regierung sind als überführte Lügner keine verlässlichen Fakten- und Informationsquellen. Russische Separatisten sind ebenfalls ein Totalausfall.
  2. Dem ukrainischen Präsidenten und seine Regierung konnten bislang keine vergleichbaren Täuschungen oder Unwahrheiten nachgewiesen werden. Unabhängig davon sind diese aber als Quelle ebenfalls vorsichtig zu sehen, da sie in keiner neutralen Position sind.
  3. Russische Medien qualifizieren ebenfalls nur sehr eingeschränkt als verlässliche Informationsquellen. Sie kommen ihrem Selbstverständnis als einseitige Interpretatoren der Ereignisse sehr professionell nach.
  4. Deutsche Medien (sowie andere west- und mitteleuropäische) qualifizieren in der Summe als weitestgehend verlässliche Informationsquellen. Sie bilden eine Bandbreite an Meinungen ab, und sind gleichzeitig bezüglich der Fakten und Informationen über die aktive militärische Beteiligung Russlands in der Ukraine konsistent untereinander und mit anderen Quellen.
  5. Internationale Organisationen, wie die EU, die NATO und die OSZE, haben keinen ersichtlichen Nutzen vom Konflikt oder an der Verbreitung von Fehlinformationen. Sie qualifizieren daher bis zum Beleg des Gegenteils als zuverlässige Informationsquellen.

Ich denke, nach dieser Analyse fällt die Entscheidung leichter, wem man bzw. Informationen welcher Seite man mehr trauen kann.

 

Meine abschließende persönliche Bewertung der Situation in der Ostukraine:

  • Die Ansicht, dass Russland militärisch aktiv an der Ukrainekrise beteiligt ist, wird von zahlreichen als qualitativ zuverlässig bewerteten Medien weltweit vertreten, und unter anderem bestätigt von unabhängigen Korrespondenten vor Ort, von der EU, der NATO und der OSZE.
  • Geleugnet werden die militärischen Aktivitäten Russlands auf ukrainischem Boden ausschließlich von Russland selber und russischen Medien vertreten, und von keiner unabhängigen und qualitativ zuverlässigen Quelle bestätigt. Der russische Präsident hat sich als überführter Lügner bezüglich des Einsatzes russischer Soldaten während der Krim-Annexion selber diskreditiert.
  • Die Aussagen und Informationen von EU, NATO, OSZE und westlichen Medien überlappen in wesentlichen Teilen, so dass von einem wesentlichen wahren Kern auszugehen ist.
  • Für die Aussagen Russlands gibt es ganz deutliche Überlappungen mit den russischen Medien. Aber nur mit russischen Medien … und nahezu ohne Abweichungen! Abweichungen, die normalerweise bei unabhängiger, pluralistischer und kritischer Berichterstattung zwangsläufig sind.
  • Qui bono? – Antwort: einen Nutzen an der Krise sowie an Fehlinformationen über russische Aktivitäten haben im überwiegenden Maße Präsident Putin, Russland und die sogenannten russischen Separatisten.
  • Die Rolle Chinas als „hidden player“ und indirekter Nutznießer ist noch schwierig zu bewerten. Eine tiefergehende Analyse könnte sehr spannend sein.

 

Zum Weiterlesen …

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5 Kommentare zu “Ukraine-Konflikt – Wer hat recht?

  1. Aktueller Ermittlungsstand der unabhängigen Recherche- und Enthüllungsplattform Bellingcat zum Abschuss von Flug MH17: https://www.bellingcat.com/tag/mh17/

    Unter anderem:

    • Kreml belegt manipuliertes Fotos von Buk-Raketenwerfer nach Abschuss von MH17
    • staatliches russisches Fernsehen verbreitet gefälschte Satellitenbilder von angeblichem (ukrainischen) Kampfjet, der nahe bei MH17 gewesen sein soll

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