Sag beim Abschied leise „Servus“

Ich habe mich entschlossen, demnächst meinen Facebook Account zu löschen.

Ich sehe keinen Sinn mehr darin, meine persönlichen Daten weiterhin in die Hände eines selbstbezogenen Jungmilliardär-Nerds zu legen, der mir relativ beratungs- und lernresistent erscheint und bisher nicht durch ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein auffiel.

Beispiel gefällig? Facebook verschiebt die Daten von 1,5 Milliarden Nutzern in die USA, um diese nicht der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unterwerfen zu müssen. Selbst wenn es sich dabei anscheinend um die Profile von Nicht-EU Bürgern handelt, zeugt es aus meiner Sicht nicht von einem grundsätzlichen Bewusstseinwandel bzw.  sieht nicht wirklich nach „wir haben verstanden“ aus.

Das Nachdenken des Facebook-Chefs darüber, ob man zukünftig für eine Selbstverständlichkeit, nämlich erhöhte Datensicherheit, zahlen soll (nichts andere ist ein „kostenpflichtiger werbefreier Account“), ist für mich quasi der letzte Tropfen.

Und … überhaupt … konnte Facebook mir offen und ehrlich gesagt in >10 Jahren Mitgliedschaft nichts geben, was ich nicht in der Realität eh und besser habe.

Last not least bin ich in bester Gesellschaft.

 

Ich bin weiterhin an zahlreichen anderen Orten im Netz (zum Beispiel hier) sowie im echten Leben sehr gut erreichbar.Winke Winke

Wer sich mir anschließen möchte, schaue hier …
Wie Sie Mark Zuckerberg den Rücken kehren

 

 

In diesem Sinne …
Servus Facebook, …
Hasta la vista, Salut, Ciao, Adé, Tschö mit ö!

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Waisenknabe NSA oder die freiwillige Entblätterung

– Miniserie Datenschutz –

Die aufgeregte Diskussion über das Abschöpfen der weltweiten Internetkommunikation durch diverse Geheimdienste ignoriert, dass es ein viel größeres und gefährlicheres Datenleck gibt. Wir selber.

Schon Google und Facebook wissen heute wesentlich mehr über viele von uns als die NSA. Ganz ohne Ausspähung. Bereitwillig und fröhlich speisen wir selber jeden Tag die Datenbanken. Auf Basis der mittlerweile minütlich ge-share-ten und ge-like-ten Informationen und GPS-Positionsmeldungen, können Google, Facebook und Co. vom durchschnittlichen Benutzer heute schon ganz persönlich zugeordnet wissen …

  • wie Du aussiehst
  • wen Du kennst, und mit welchen dieser Du Dich besser verstehst (weil mehr kommunizierst)
  • was Du chattest und mailst, und welche Probleme Du hast
  • wo und was Du arbeitest
  • wo Du was und wann einkaufst
  • welche Bücher Du liest
  • welche politische Richtung Du bevorzugst
  • was Du am liebste isst
  • ob Du selber kochst oder öfter auswärts isst
  • wohin Du in den Urlaub fährst
  • welche Hobbies Du hast
  • wo Du gerade bist

Dagegen ist die NSA mit ihrem lächerlichen Metadaten-Sammeln ein Haufen von Waisenknaben und Stümpern.

Nein, die größte Gefahr für den Datenschutz ist nicht die NSA. Das sind wir selber.