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Ein Onlinemagazin wird geboren (2/3) … Ab ins Netz

Moving Online

Letztendlich kamen der Verlag und wir unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass eine echte Lösung nur der Medienwechsel zu Online sein würde. Damit konnten wir die maximal mögliche Aktualität erreichen und gleichzeitig Kosten für Satz, Druck und Versand sparen. Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass ich bezweifle, ob die damals erwartete Kostenreduktion einer kritischen Kalkulation standgehalten hätte. Denn auch wenn durch die Automatisierungsmöglichkeiten der Onlinemedien bestimmte Arbeiten und Kostenfaktoren entfallen, so kommen doch andere hinzu. Mehr dazu später.

Auf jeden Fall mussten wir im Redaktionsteam die Arbeitsabläufe komplett umstrukturieren. Inhalte sollten nun annähernd täglich publiziert werden, wenn auch in kleineren Häppchen. Es wurde nicht mehr jeden Monat eine komplett neue Ausgabe produziert, sondern es gab quasi nur noch eine einzige Ausgabe, die permanent aktualisiert wurde. Die monatliche Monsteraktion mit Layout und Satz entfiel komplett. Die ehemals etablierte Aktivitätskurve mit Spitze zum Monatsende und anschließendem redaktionellen Loch wurde abgelöst durch eine gleichmäßige, scheinbar fließende Redaktionsarbeit.

Spätestens an diesem Punkt hatte das Projekt definitiv seinen Zufallscharakter verloren. Worauf es nun ankam, waren ein sinnvolles und tragfähiges Konzept sowie eine klug geplante Umsetzung. Wir brauchten eine Strategie. Aber wie entwickelt man eine Strategie ohne Erfahrung und etablierte Vorgehensweisen? Alle damals existierenden Onlinepublikationen hatten mehr oder weniger Experimentalcharakter. Die unterschiedlichsten Modelle und Formen wurden ausprobiert. Die Branche lernte voneinander und miteinander.

Auch wir entwickelten kreativ eigene inhaltliche Elemente und beobachteten gleichzeitig kontinuierlich, welchen Dienste andere anboten. Jedes inhaltliche Detail wurde regelmäßig kritisch hinterfragt und danach bewertet, wie es beim Leser ankam. Beispielsweise veranlasste uns das Feedback der ersten Nutzer, das Layout der Website innerhalb des ersten halben Jahres zweimal komplett zu überarbeiten. Die Rubrizierung wurde anfangs noch vom Printvorgänger übernommen, dann aber im Laufe der Zeit ebenfalls überarbeitet und dem Onlinenutzungsverhalten angepasst.

Mühsamer Start und erste Erfolge

Unsere Onlinepublikation wurde zum Internet-Testballon und Vorzeigeobjekt für den Verlag und zum perfekten Referenzprojekt für unser junges Dienstleistungsbüro. Der Verlag erhielt für einen relativ geringen finanziellen Beitrag eine echte, komplette Onlinepublikation, die er in sein Produktportfolio integrieren konnte. Und wir hatten die Freiheit, uns auszutoben, kreativ zu sein und das neue Medium – fast bin ich versucht zu sagen ‚spielerisch’ – auszuprobieren.

Aus einer anfangs relativ einfachen Website wurde durch kontinuierliche Weiterentwicklung letztlich eine vollwertige eine Multi-Channel-Publikation, durch parallele Verbreitung als Webmagazin, Email-Newsletter und PDA-Edition.

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2 Kommentare zu “Ein Onlinemagazin wird geboren (2/3) … Ab ins Netz

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